Supermarkt-Initiative bei der Grünen Woche in Berlin

Grüne Woche

Die Supermarkt-Initiative hat auf der größten Verbrauchermesse in Deutschland auf die Folgen der aggressiven Preispolitik der Supermarktketten aufmerksam gemacht. Als Fair-Trade-Banane und im Blumen-Kostüm konfrontierten zwei Aktive die ankommenden Besucher/innen mit der Frage "Billig um jeden Preis?".
Wenn Die Supermarktketten ihre Lieferanten knallhart im Preis drücken, werden die Löhne der Arbeiter/innen gesenkt bzw. können nicht angehoben werden und die Existenz bäuerlicher Betriebe ist gefährdet. Für die Verbraucher/innen droht die Qualität am Ende auf der Strecke zu bleiben.

Wie wichtig diese Aktion ist, zeigt der heftiger werdende Preiskrieg bei deutschen Discountern, die zum zweiten Mal in einer Woche die Preise für mehrere Lebensmittel senkten. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten kaufen die Menschen verstärkt billig ein - gute Zeiten für die Discounter.

Edeka lässt auf der Grünen Woche verlauten, dass unternehmerische Verantwortung nicht erst an der Ladentheke beginne, sondern bereits beim Anbau und der Produktion einsetze. Allerdings erwähnt Edeka die Frage menschenwürdiger Arbeitsbedingungen mit keiner Silbe! Recherchen zeigen aber, dass Arbeiter/innen in Costa Rica bei Arbeitstagen von bis zu 12 Stunden für Hungerlöhne Ananas für Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro und andere anbauen müssen.