FAQ´s

Warum gibt es gerade jetzt eine Initiative gegen Supermarktmacht?

Um was geht es bei der Supermarktinitiative?

Warum ist die Macht der Supermärkte ein Problem?

Wer sind die mächtigen Supermarktketten in Deutschland?

Ist die wachsende Macht der Supermärkte ein deutsches oder ein globales Problem?

Was kann ich tun, um die Supermarkt-Initiative zu unterstützen?

Worauf sollte ich beim Einkauf achten?

Wird es teurer für mich, wenn die Produkte sozialverträglich und umweltgerecht hergestellt werden?

Warum gibt es gerade jetzt eine Initiative gegen Supermarktmacht?

Die Marktmacht von Supermarktketten ist massiv gewachsen. Vor knapp zehn Jahren gab es noch acht große Supermarktketten in Deutschland, die gemeinsam über einen Marktanteil von 70 Prozent verfügten. Mittlerweile teilen sich die sechs führenden Supermarktketten 90 Prozent des Marktes.

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Um was geht es bei der Supermarktinitiative?

Die Supermarkt-Initiative setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass der Machtmissbrauch von Supermarktketten aufgedeckt und begrenzt wird. Dabei geht es vor allem darum, strukturell etwas zu verändern, d.h. bessere Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette der Supermärkte durchzusetzen, in Deutschland, innerhalb der EU und in Produktionsländern. Regelmäßige Kontrollen und Berichtspflichten der Supermärkte sollten dazu beitragen, die Einhaltung der Mindeststandards auch durchzusetzen.

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Warum ist die Macht der Supermärkte ein Problem?

Im deutschen Einzelhandel ist der Kampf um Marktanteile an der Tagesordnung. Der daraus resultierende Druck, Preise und Kosten zu senken, wird innerhalb der Lieferkette nach unten weitergegeben, von Lieferanten bis zu Kleinbauern und Arbeiter/innen. Sie sind die Leidtragenden des Preiskampfes. Durch die wachsende Marktmacht einiger weniger Supermarktketten stehen Lieferanten und Produzenten in starker Abhängigkeit ihrer Abnehmer. Dieses ungleiche Machtverhältnis öffnet unfairen Einkaufspraktiken Tür und Tor.

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Wer sind die mächtigen Supermarktketten in Deutschland?

Die sechs größten Lebensmitteleinzelhändler sind derzeit Aldi, Edeka, Lidl, Metro, Rewe und Tengelmann. Sie verfügen über einen Anteil von etwa 90 Prozent am deutschen Markt. Dabei haben Discounter einen Anteil von 42 Prozent. Alles deutet darauf hin, dass die Supermarktmacht auch in Zukunft weiter zunehmen wird.

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Ist die wachsende Macht der Supermärkte ein deutsches oder ein globales Problem?

Steigende Marktkonzentration im Einzelhandel ist in vielen Ländern ein Problem. Wenige Supermarktketten dominieren den europäischen Markt. In Großbritannien beispielsweise haben die vier größten Supermarktketten fast 80 Prozent des Markts unter sich aufgeteilt.

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Was kann ich tun, um die Supermarkt-Initiative zu unterstützen?

Um Veränderungen auf den Weg zu bringen, ist es unerlässlich, sich politisch einzumischen. Das kann mühselig und langwierig sein, doch ohne Engagement wird sich nichts verändern. Die Supermarkt-Initiative braucht dafür Ihre Unterstützung. Es gibt z.B. folgende Möglichkeiten:
• Besuchen Sie regelmäßig www.supermarktmacht.de und unterstützen Sie unsere politischen Forderungen und Kampagnen.
• Nutzen Sie Ihren Einfluss als Verbraucher/in und fragen Sie nach, unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt wurden. Erkundigen Sie sich z.B. nach den Arbeits- und Menschenrechten in der Lieferkette – von der Verkäufer/in an der Kasse vor Ort bis zum Kleinbauern in den Anbauländern.
• Informieren Sie Ihre Bekannten und Freunde über die Supermarktinitiative und darüber, warum die zunehmende Machtkonzentration im Einzelhandel ein Problem ist. Informationen hierzu finden Sie unter dem Menüpunkt „Hintergrundinfos“.

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Worauf sollte ich beim Einkauf achten?

Die Supermarkt-Initiative gibt grundsätzlich keine Einkaufsempfehlungen für bestimmte Supermarktketten. Es geht darum, strukturell etwas zu verändern, d.h. bessere Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette von allen Supermärkten durchzusetzen. Beim Einkauf ist es empfehlenswert, Produkte aus dem Fairen Handel (mit dem TransFair-Siegel), die sozialverträglich und umweltgerecht hergestellt wurden, zu bevorzugen.

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Wird es teurer für mich, wenn die Produkte sozialverträglich und umweltgerecht hergestellt werden?

Generell gilt: Qualität hat ihren Preis. Die Qualitätssteigerung durch Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards sollte mit einer gerechten Verteilung der Kosten und Gewinne innerhalb der Wertschöpfungskette einhergehen. Das heißt, die Kosten müssen nicht vollständig auf den Endpreis umgelegt werden. Die Supermärkte und Lieferanten müssen Verantwortung übernehmen und ihren Teil der Kosten tragen.


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